Passivhaustür

Die Haustür beim Passivhaus ist ein Schwachstelle in der Gebäudehülle. Sie ist die am meisten benutzte Öffnung in der Gebäudehülle vom Passivhaus und trotzdem muß sie die gleichen Anforderungen wie die Wanddämmung oder die Passivhausfenster erfüllen. Zusätzlich soll die Passivhaustür einbruchsgeschützt und trotzdem leicht zu handhaben sein.

Ein besonderes Problem ist, daß eine Haustür normalerweise nicht wie Fenster durch eine Verriegelung an den Rahmen gepreßt werden. Eine ausreichende Luftdichtheit der Haustür ist somit nur schwer zu erreichen.

Einige Hersteller von Passivhaustüren sind dazu übergegangen, eine Verriegelung der Tür vorzusehen, was mit einem einfachen Drehknopf oder einem Hebel erreicht wird. Es gibt auch elektrisch betriebene Verriegelungen, aber ob diese jahrzehntelang funktionieren, ist eher fraglich.

Wird die Haustür auf der Süd, Ost- oder Westfassade des Hauses vorgesehen, kann diese Glasflächen besitzen. Auf der Nordseite des Hauses sollte eher eine vollgedämmte Haustür verwendet werden, da hier durch die Glasflächen nur Verluste entstehen.

Sinnvoll ist es in jedem Fall, vor oder hinter der Haustür eine Art Windfang vorzusehen, so daß nicht zu viel Wärme durch die Haustür beim Öffnen entweicht. Auch die schon von früher bekannte „Luftschleuse“ in Form von zwei Türen in einem kurzen Flur (eine Passivhaustür, dann der Flur, dann eine normale Innentür) ist energetisch sehr günstig.