Das Passivhausfenster
Das heutige Passivhaus wurde erst durch die Entwicklung geeigneter Passivhausfenster möglich. Bisher waren die solaren Gewinne am Tage kleiner als die nächtlichen Verluste durch Ausstrahlung. Moderne Passivhausfenster kehren diese Bilanz um: Die Verluste in der Nacht sind geringer als die Gewinne am Tag. Es entstehen somit solare Wärmegewinne.
Passivhausfenster bestehen aus dreifach verglasten Fenstern, mit einer Füllung aus Edelgas und einer speziellen Beschichtung zur Wärmereflexion nach innen. Durch die Optimierung der Glasflächen wurde nun der Fensterrahmen die Stelle mit den größten Wärmeverlusten. Daher ist bei Passivhausfenstern auch der Rahmen speziell gedämmt. Der U-Wert des Rahmens sollte nicht größer als 0,6 sein.
Die hervorragenden Eigenschaften von einem Passivhausfenster sollten dennoch keinesfalls dazu verleiten, z.B. die Südseite des Hauses vollflächig zu verglasen. Dadurch kommt es im Sommer zur Überhitzung der Räume und ggf. zu einer zu hohen nächtliche Ausstrahlung. Als guter Richtwert gilt ein Glasanteil von 40 Prozent für die Südfassade. Das ist erstaunlich wenig und läßt sich auch bei traditionellen Hausformen realisieren.
Wer nicht auf dicke Rahmen bei Fenstern steht, findet z.B. bei der Firma Gealan ein Passivhausfenster mit relativ filigraner Optik .