Die Lüftung im Passivhaus

Die Lüftung im Passivhaus erfolgt ständig über die Lüftungsanlage. Sie saugt frische Außenluft (ggf. über einen Erdwärmetauscher) an - gleichzeitig saugt sie verbrauchte Luft aus den Räumen ab und führt sie nach außen ab.

Die Wärme der Innenluft wird über einen Wärmetauscher an die frisch einströmende Luft übertragen. Durch diese Wärmerückgewinnung wird nur sehr wenig neue Energie benötigt, um die frische Zuluft zu erwärmen.

Eine Lüftung mit Energierückgewinnung hat folgende Vorteile:

Nachteilig kann sein:

Eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung muß sehr sorgfältig geplant sein, damit sie funktioniert und zeitgleich unhörbar ist. Die Lüftung in einem Passivhaus ist kein lautes Gebläse. Auch treten bei richtiger Umsetzung keine Zugerscheinungen auf.

Um sich in die Materie Lüftung einzuarbeiten, sind z.B. die Planungsunterlagen der Firma Westaflex hervorragend geeignet (Titel: Kontrollierte Wohnungslüftung - Planung und Projektierung). Diese System-Lüftung von Westaflex finde ich recht überzeugend. Insbesondere die Flachkanalausführung für den Einbau in Böden oder Decken nimmt wenig Platz weg.

Wichtige Punkte bei der Auslegung der Lüftung sind:

Wählen sie zur Planung der Lüftung mit Wärmerückgewinnung eine Firma mit Referenzen. Lassen Sie sich Kontakte zu Leuten geben, wo eine Lüftung installiert wurde und sprechen sie mit ihnen. Nur so erfahren sie, ob die geplanten Vorgaben mit der Realität übereinstimmen.

Viele Firmen unterschätzen die Komplexität des Themas „Lüftung und Wärmerückgewinnung“. Die Auslegung der Lüftung ist neben der Dämmung und Luftdichtheit der entscheidende Faktor zum funktionierenden Passivhaus.