Erdwärmetauscher beim Passivhaus

Ein Erdwärmetauscher, kurz EWT genannt, ist eine Möglichkeit, die angesaugte frische Außenluft für die Lüftungsanlage vorzuwärmen.

Der Erdwärmetauscher besteht aus einem Rohr mit meist 20 cm Durchmesser und etwa 40 Metern Länge, welches in ausreichender Tiefe (mindestens 1m, besser 1,5 bis 2m) im Erdboden vergraben wird. Da der Erdboden in dieser Tiefe ganzjährig frostfrei ist, wird die angesaugt Luft auch im tiefsten Winter bis über den Gefrierpunkt erwärmt.

Der große Vorteil ist, das nach einmaliger sorgfältiger Installation der Erdwärmetauscher im Winter jahrzehntelang kostenlose Wärmeenergie an die Zuluft abgibt.

Im Sommer tritt der umgekehrt Fall auf: Die heiße Außenluft wird im Erdboden deutlich abgekühlt, bevor sie das Lüftungsgerät erreicht und anschließend in das Haus strömt. Die Temperaturzyklen sind im Gegensatz zur direkten Sonnenenergienutzung sehr günstig über das Jahr verteilt und zugleich kostenlos zu nutzen.

Gerade bei einem Neubau sollte man nicht auf den Einbau von einem Erdwärmetauscher verzichten, da ein Erdwärmetauscher später kaum mehr zu installieren ist. Beim Neubau bietet sich zudem an, den Erwärmtauscher unter der Bodenplatte oder alternativ bei einem Neubau mit Keller, in dem Raum zwischen Kellerwand und Baugrubenrand einzubauen.

In diesem Fall kann der Erdwärmetauscher auch in drei Einzelrohre aufgeteilt werden, die in Dreicksform (ein Rohr unten, zwei mit Abstand oben) in den Raum der Baugrube eingebaut werden.

Weil der Erdwärmetauscher in dem meisten Fällen nie wieder zugänglich sein wird, muß dieser mit äußerster Sorgfalt gebaut werden. Wichtigste Aspekte beim Einbau sind:



Nächstes Kapitel: Welches Material zum Bau eines Erdwärmetauschers geeignet ist und welches Sie vermeiden sollten.