Dach und Dämmung

Bei der Dämmung vom Dach sollte ein U-Wert von 0,1 angestrebt werden. Mit einer herkömmlichen Zwischensparren-Dämmung ist dieser U-Wert kaum zu erreichen, weil die Sparrenhöhe zu groß werden würde. Daher wird beim Passivhaus vor allem eine Aufsparren-Dämmung verwendet – meist sogar eine Kombination von Aufsparren-Dämmung und Zwischensparren-Dämmung.

Mit dieser kombinierten Dach-Dämmung erreicht man einen sehr niedrigen U-Wert. Ein weiterer Vorteil der Aufsparren-Dämmung ist die völlig geschlossene Dämmschicht vom Dach. Hier können keine Wärmebrücken entstehen. Zudem schützt die außenliegende Dämmung auch den Dachstuhl vor Hitze, Kälte und Feuchtigkeit.

Beim Passivhaus sind Dachfenster nicht sinnvoll. Sie bringen im Sommer zuviel Wärme ins Haus und bewirken im Winter zuviel Ausstrahlung. Zudem sind Passivhaus-geeignete Dachfenster immer noch kaum erhältlich. Auch erschwert die hohe Dämmstoffstärke im Dach einen korrekten Übergang zwischen Dachfenster und Dämmung.

Die Dach-Dämmung auf den Sparren besteht normalerweise aus Polystyrol, aber mittlerweile gibt es auch Anbieter von ökologischer Dämmung zur Verwendung auf den Sparren. Die Dämmung zwischen den Sparren kann preiswert mit Glaswolle oder Steinwolle geschehen, aber besser mit ökologischen Dämmstoffen.

Die Luftdichtheit vom Dach wird durch eine Baufolie auf der Innenseite des Dachstuhls hergestellt. Alle Stöße müssen mit Butylklebeband geklebt und zusätzlich mit einer Anpressleiste verschraubt werden. Beim Übergang der Baufolie vom Dach zur Wandinnenseite wird die Baufolie mit Streckmetall an die Wand genagelt und übergeputzt. Nur so ist eine dauerhafte Luftdichtheit zu gewährleisten.

Aufsparren-Dämmung aus Polystyrol wird meist direkt auf die Sparren genagelt und besitzt Vertiefungen, in die die Dachziegel einfach eingelegt werden. Eine aufwendige Lattung vom Dach entfällt somit.


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